Erhalt gebietsheimischer Gehölze
Uns geht es darum, die genetisch einzigartigen und damit wertvollen Gehölze (Sträucher) aus regionalen Herkünften zu erhalten. Gebietsheimische Gehölze weisen durch Selektionsvorgänge über viele Generationen hinweg unverwechselbare Eigenschaften auf, die genetisch manifestiert sind. Neben morphologischen Besonderheiten, wie die Wuchsform, sind auch die phänologischen Eigenheiten, wie Blühtermin und Blattaustrieb, für das komplexe Lebensgefüge mit anderen Arten besonders wichtig.
Durch Erfassung gebietsheimischer Gehölzvorkommen mit deren genauen Artbestimmung und Beurteilung auf „Natürlichkeit" bei der Ansiedlung schaffen wir so die Grundlage einer optimalen Saatgutgewinnung.
Bei Eignung erfolgt die Beerntung und die Verwendung des Saatgutes zur Anzucht neuer Pflanzen. Hierfür unterhält unser Verein eine eigene Baumschule.
Die Vermehrung der Pflanzen erfolgt in der Regel über Samen welche die genetische Variabilität der Art sichert oder bei wenigen samentragenden Gehölzen durch vegetative Verfahren wie z.B. Stecklinge.
Zu den so herangezogenen Sträuchern in unserer Anlage zählen Wildrosen- und Weißdornarten, Schlehe, Holunder, Hartriegel, Gem. Schneeball, Haselnuss, Kreuzdorn, Pfaffenhütchen, Faulbaum, Schw. Heckenkirsche u. a.mehr.
Unser Verein unterstützt alle Bemühungen um die Bedeutung von gebietsheimischen Gehölzen für die Pflanzung in freier Landschaft zu erhöhen. Gute Ansätze gibt es hierbei bereits in Brandenburg und Bayern.
Auf der 5. sächsischen Landesgartenschau in Reichenbach 2009 organisierten wir die Veranstaltung regionale Gehölze erhalten-biologische Vielfalt sichern. Begleitend zu dieser Veranstaltung erstellten wir nachfolgendes Plakat.